Laserrauch-Absaugung für industrielle Laserprozesse
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Laserrauch, Feinstaub und gasförmige Emissionen direkt an der Entstehungsstelle erfassen
Ihre Vorteile bei der Laserrauch-Absaugung:
Quellnahe Erfassung
Rauch, Aerosole und Partikel werden möglichst nah am Entstehungsort erfasst – für eine wirksame Reduzierung der Belastung im Arbeitsbereich.
Passende Filterstufen
Je nach Emission kombiniert das Anlagenkonzept geeignete Partikelfilter mit ergänzenden Stufen für gasförmige Bestandteile.
Prozessgerechte Auslegung
Volumenstrom, Erfassungselement, Filterfläche und Sicherheitsausstattung werden auf Werkstoff, Laserleistung und Prozess abgestimmt.
Welche Absaugung passt zu Ihrem Laser, Werkstoff und Takt? Beschreiben Sie uns Ihren Prozess – wir prüfen Erfassung, Filteraufbau und Anbindung gemeinsam mit Ihnen.
Welche Emissionen entstehen bei der Laserbearbeitung?
Laserrauch ist kein einheitlicher Stoff. Entscheidend sind Grundmaterial, Legierung, Beschichtung und Bearbeitungsparameter. Materialdaten und vorhandene Sicherheitsdatenblätter gehören deshalb an den Anfang der Auslegung.
Metalle und beschichtete Oberflächen
Beim Laserschweißen entstehen partikelförmige Emissionen mit werkstoffabhängiger Zusammensetzung. Bei hochlegierten Werkstoffen sind insbesondere mögliche Chrom- und Nickelverbindungen zu bewerten. Beschichtungen, Öle oder Rückstände müssen zusätzlich berücksichtigt werden.
Vertiefung: TRGS 528 – Schweißtechnische Arbeiten.
Kunststoffe und organische Schichten
Thermische Zersetzung kann neben Partikeln unterschiedliche Gase und Dämpfe freisetzen. Die DGUV nennt beim Laserbeschriften beispielsweise Formaldehyd bei POM und Styrol bei Polystyrol. Daraus lässt sich keine allgemeine Freigabe eines Materials für die Laserbearbeitung ableiten.
Grundlage: DGUV Information 213-729.
Eine wirksame Absaugung unterstützt den Gesundheitsschutz und begrenzt Ablagerungen auf Optiken, Maschinenflächen und Werkstücken. Ob zusätzlich Brand- oder Explosionsgefahren bestehen, ist gesondert zu beurteilen. Sichtbarer Rauch oder Geruch allein sind kein verlässlicher Maßstab für die Belastung.
Wie wird Laserrauch wirksam erfasst?
Die Erfassung entscheidet vor dem Filter über die Wirksamkeit. Eine Einhausung oder Teilumhausung begrenzt die Ausbreitung. Bei offenen Prozessen muss die Erfassungsöffnung nahe an der Bearbeitungsstelle bleiben und der Bewegung folgen. Ein hochwertiger Filter kann nicht zurückhalten, was gar nicht in die Absaugung gelangt.
Diese Grundsätze beschreibt die DGUV Information 203-093 für offene, handgeführte oder handpositionierte Laser-Einrichtungen.
Maschine, Einhausung und Absaugtisch
Absauganschluss, nachströmende Luft und Bearbeitungsbereich gemeinsam betrachten. Bei wechselnden Bearbeitungspositionen muss die Erfassung auch am ungünstigsten Punkt funktionieren. Ein Absaugtisch benötigt eine zum Werkstück und Prozess passende Luftführung.
Absaugarm und mitgeführte Erfassung
Die Öffnung so positionieren, dass Emissionen nicht erst durch den Atembereich strömen. Abstand, Querströmungen und Werkstückzugang berücksichtigen. Beim handgeführten Laserreinigen ist eine mitgeführte Erfassung besonders relevant.
Welche Filtertechnik benötigt die Laserrauch-Absaugung?
Partikelfiltration und Gasbehandlung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Filteraufbau muss zur Emission, Staubmenge und Betriebsweise passen; eine möglichst lange Liste von Filterstufen ist kein Qualitätsnachweis.
Partikelfilter und HEPA
Vorfilter entlasten nachgeschaltete Feinfilter. HEPA H13/H14 beschreibt die Klassifizierung eines Schwebstofffilters; die Staubklasse M/H eines Gerätes darf daraus nicht automatisch abgeleitet werden. Entscheidend sind die ausgewiesene Geräteausführung und der Nachweis für den vorgesehenen Einsatz. H14 ist keine pauschale Pflicht für jeden Laserprozess.
Abreinigung und PreCoat
Bei kontinuierlichem Staubanfall können abreinigbare Patronenfilter zweckmäßig sein. Druckluftbedarf, Filterfläche und Entsorgung sind mitzuplanen. Bei haftenden Stäuben kann eine abgestimmte PreCoat-Ausführung den Filter schützen; sie ersetzt weder die Stoffprüfung noch den Brandschutz. Entsprechende Optionen bietet beispielsweise die Baureihe EP 2815/2822.
Gase, Dämpfe und Aktivkohle
Partikelfilter entfernen keine gasförmigen Stoffe. Aktivkohle ist nur für geeignete Stoffe und Betriebsbedingungen eine mögliche Zusatzstufe. Beladung und Wechselkonzept müssen beherrscht werden; weniger Geruch belegt keine ausreichende Gefahrstoffabscheidung. Ein Fortluftkonzept ist deshalb frühzeitig zu prüfen.
Filterwechsel und Entsorgung
Wartungszugang, Überwachung des Filterzustands und die Handhabung des abgeschiedenen Materials gehören zur Auswahl. Filter und Sammelbehälter müssen entsprechend den Stoffeigenschaften gewechselt bzw. geleert werden. Automatische Abreinigung ersetzt keine regelmäßige Kontrolle.
Zur Einordnung der Staubklassen: IFA – Staubklassen für Industriestaubsauger und Entstauber.
Absaugung passend zum Laserprozess
Laserschneiden
Werkstoff, Schnittaufgabe und Emissionsmenge bestimmen das Konzept. Für größere Bearbeitungsflächen und mehrere Erfassungsstellen sind Luftverteilung, Leitungsnetz und Filterbelastung entscheidend.
Laserschweißen
Erfassung und Schweißprozess müssen zusammenpassen. Werkstoff und Zusatzwerkstoff gehören in die Bewertung; die Schutzgasführung darf durch das Absaugkonzept nicht unzulässig beeinträchtigt werden. Mehr zur Schweiß- und Lötrauch-Absaugung.
Lasergravieren und Laserbeschriften
Auch kompakte Arbeitsplätze brauchen eine stoffgerechte Absaugung. Materialwechsel, Beschichtungen und die beim Öffnen einer Einhausung verbleibenden Emissionen in die Prozessprüfung einbeziehen.
Laserreinigen und Entschichten
Hier ist insbesondere die abgetragene Schicht zu bewerten, nicht nur das Trägermaterial. Für handgeführte Klasse-4-Anwendungen empfiehlt die DGUV FBHM-139 eine quellnahe, möglichst am Gerät mitgeführte Erfassung. Laserschutz bleibt eine eigenständige Aufgabe.
Laserbasierte additive Fertigung: Prozessraum, Pulverhandhabung und Reinigung benötigen jeweils passende Konzepte. Diese Anforderungen behandeln wir gesondert unter Absaugung in der additiven Fertigung.
Welche Angaben brauchen wir für die Auslegung?
Ein pauschaler Volumenstrom pro Laserleistung reicht nicht aus. Maßgeblich ist die benötigte Luftmenge an der Erfassungsstelle bei den tatsächlichen Druckverlusten von Schlauch, Rohrleitung, Bögen und Filtern. Der frei angegebene Maximalvolumenstrom eines Geräts ist nicht der Volumenstrom im angeschlossenen System. Grundlage: DGUV Regel 109-002 – Arbeitsplatzlüftung.
Material und Prozess
- Grundmaterial, Legierung, Beschichtung und bekannte Gefahrstoffe
- Laserverfahren, Leistung, Bearbeitungsfläche und Takt
- Staubmenge, Partikelverhalten, Feuchte und haftende Bestandteile
- Einzelplatz oder mehrere gleichzeitig aktive Erfassungsstellen
Installation und Betrieb
- Erfassungselement, Anschlussdurchmesser und Leitungswege
- Erforderlicher Betriebspunkt aus Volumenstrom und Unterdruck
- Schichtbetrieb, Druckluft, Filterwechsel und Entsorgung
- Fortluft oder geprüfte Luftrückführung, Maschinenfreigabe und Störmeldung
Typische Fehler vermeiden: Ein zu weit entfernter Absaugarm, ungeplante zusätzliche Schlauchlängen oder eine ungeprüfte neue Beschichtung können ein zuvor passendes Konzept unwirksam machen. Änderungen am Prozess sind deshalb Anlass für eine erneute Prüfung.
Welche Erfassung passt zu Ihrem Arbeitsplatz?
Eine Skizze des Bearbeitungsbereichs, Materialangaben und die geplante Betriebsdauer helfen beim ersten Gespräch.
Sicherheit: Fortluft, Brandschutz und EX getrennt bewerten
Eine Filterklasse allein erlaubt keine Luftrückführung. Gefahrstoffe, wirksame Erfassung und die geltenden Anforderungen müssen gemeinsam bewertet werden. Für bestimmte gefährliche Stäube gelten besondere Regeln, etwa die TRGS 560. Partikelabscheidung ist kein Nachweis für die Behandlung gasförmiger Emissionen.
Bei brennbaren Stäuben sind Stoffeigenschaften, mögliche Zündquellen und das gesamte System zu betrachten. ESD-Ausstattung ersetzt keine EX-Eignung. Eine angebotene ATEX-Option ist nur im ausgewiesenen Einsatzbereich zulässig; sie ist keine Freigabe für jeden Laserprozess. Mehr zur Absaugung explosionsgefährdeter Stäube.
Die konkrete Auswahl erfolgt auf Basis der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung und der Herstellerangaben. Absaugtechnik ersetzt nicht die Schutzmaßnahmen gegen Laserstrahlung.
Anwendungsbeispiel:
EVOTEC FEX 3000.1 zur Absaugung bei der Laserbearbeitung technischer Metallkomponenten
Absaugung von Laserrauch und Feinstaub bei der Bearbeitung von Gehäusen, Baugruppen und Präzisionskomponenten.
Anwendungsvisualisierung – teilweise KI-generiert
Stationäre Absauglösungen für integrierte Laserprozesse
Für dauerhaft angebundene Arbeitsplätze und größere Luftmengen kommen anpassbare Prozessabsauganlagen infrage. Die hier gezeigten, dem Anwendungsgebiet zugeordneten Baureihen sind eine Vorauswahl – konkrete Filter- und Sicherheitsausführung müssen zum Laserprozess passen. Kompakte Anlagen können auch maschinennah integriert werden.
FEX 1000.1: Schweißrauch- Lötrauch- und Staubabsaugung
- Leistungsstarkes EC-Gebläse Dauerlauf geeignet (24/7), großes Luftvolumen, stufenlose Volumenstrom-Regelung
- Durch geringe Bauhöhe auch als Unter-Tisch-Gerät verwendbar
- Moderne Steuerungstechnik mit Anzeige Gerätestatus und Filtermeldungen
- Zuverlässige Filtration durch abgestuftes Kombifilter-System
- Anschluss für Ein-/Aus-Fernsteuerung
FEX 3000 VA Schweißrauch- Lötrauch- und Staubabsaugung
- Leistungsstarkes EC-Gebläse, Dauerlauf-geeignet,
- Großes Luftvolumen, stufenlose Volumenstrom-Regelung
- Moderne Steuerungstechnik mit Anzeige Gerätestatus und Fehlermeldungen, Anschluss für Ein/Aus-Fernsteuerung
- Zuverlässige Filtration durch abgestuftes Kombifilter-System
- erhältlich in den Ausführungen "EX" oder "W3"
FEX 3000.1/ .2: Schweißrauch- Lötrauch- und Staubabsaugung
- Leistungsstarkes EC-Gebläse Dauerlauf geeignet (24/7), großes Luftvolumen, stufenlose Volumenstrom-Regelung
- Moderne Steuerungstechnik mit Anzeige Gerätestatus und Filtermeldungen
- Zuverlässige Filtration durch abgestuftes Kombifilter-System
- Anschluss für Ein-/Aus-Fernsteuerung
- FEX 3000.2 mit Schalldämpfer und Ausblasdiffusor für extra niedrigen Schalldruckpegel
FEX 4000 Rauch- und Staubabsaugung
- Mobile, robuste Anlage mit ESD-Pulverbeschichtung
- Zuverlässige Filtration durch mehrstufiges Filter-System mit pneumatischer Abreinigung (Druckluft erforderlich)
- Dauerlauf-geeignete EC-Gebläse (24/7) mit stufenloser Volumenstrom-Regelung
- Moderne Steuerungstechnik mit Anzeige Gerätestatus und Fehlermeldungen, optional Anschluss für Ein-/Aus-Fernsteuerung
FEX 5000 PRO: Schweißrauch- Lötrauch- und Staubabsaugung
- Leistungsstarke EC-/ oder Mitteldruck-Gebläse, Dauerlauf geeignet (24/7), großes Luftvolumen
- Moderne Steuerungstechnik mit Anzeige Gerätestatus und Filtermeldungen (PRO.1/ .2)
- Hohes Luftvolumen und große Filterfläche
- Schalldämpfer und Ausblasdiffusor für extra niedrigen Schalldruckpegel
EP 2701-02-03 Industrie Entstauber
- Robuste Ausstattung mit V2A-Edelstahl (1.4301)
- Leistungsstarke EC-Saugmotoren, Dauerlauf geeignet
- Automatik Pneumatische-Filter-Abreinigung über SPS-Steuerung
- Optional: ESD-Ausführung oder EX-Schutz ATEX Zone 22
EP 2815/ 2822 Industrie Absauganlage
- Zur Absaugung rieselfähiger, trockener Stäube, sowie Schwebstäube und Rauch beim Schweißen, Schleifen, Polieren
- Leistungsstarke Mitteldruckturbine Dauerlauf geeignet (24/7)
- großes Luftvolumen, Frequenzumrichter (FU) zur Volumenstrom-Regelung
- Große Filterpatronen mit automatischer Druckluft-Abreinigung für lange Filterstandzeiten
- PreCoat als Filterhilfsmittel (optional) für komplizierte Stäube
EP 2830/ 2855/ 2875 Industrie Absauganlage
- Sehr starke Saugleistung, geeignet für Rohrsysteme, mit verschiedenen Öffnungen zum Anschluss
- Frequenzumrichter für automatische Volumenstrom-Regelung, sicherheitstechnische Vollausstattung
- Fern-Ein/Aus mit praktischem Handheld möglich
- Überwachung Schmutzbehälter-Füllstand, inklusive komfortable Absenkung zur Entsorgung
EP 28110 Industrie Absauganlage
- Sehr starke Saugleistung, geeignet für Rohrsysteme, mit verschiedenen Öffnungen zum Anschluss
- Frequenzumrichter für automatische Volumenstrom-Regelung, sicherheitstechnische Vollausstattung
- Überwachung Schmutzbehälter-Füllstand, inklusive komfortable Absenkung zur Entsorgung
Häufige Fragen zur Laserrauch-Absaugung (FAQ)
Braucht jede Laseranlage einen H14-Filter?
Nein. Erforderliche Abscheidung, Geräteausführung und Luftführung ergeben sich aus den Stoffen und der Gefährdungsbeurteilung. H14 bezeichnet einen Partikelfilter und löst weder die Erfassung noch die Gasbehandlung.
Reicht Aktivkohle gegen Laserrauch?
Nein. Rauchpartikel benötigen geeignete Partikelfilter. Eine Aktivkohlestufe kann für bestimmte gasförmige Bestandteile infrage kommen, benötigt aber eine stoffbezogene Auslegung und ein verlässliches Wechselkonzept.
Wie viel Volumenstrom wird benötigt?
Das hängt von Erfassungsgeometrie, Abstand, gleichzeitigen Absaugstellen und Leitungswiderständen ab. Benötigt wird der passende Betriebspunkt im angeschlossenen System, keine allein aus der Laserleistung abgeleitete Zahl.
Darf gereinigte Luft in die Halle zurückgeführt werden?
Nur wenn die konkreten Stoffe und die geltenden Anforderungen dies zulassen und die erforderliche Wirksamkeit nachgewiesen ist. Bei der Auslegung werden Fortluft und mögliche Luftrückführung deshalb ausdrücklich geprüft.
Was ändert sich bei einem neuen Material?
Neue Legierungen, Kunststoffe oder Beschichtungen können andere Emissionen erzeugen. Vor dem Einsatz sind Erfassung, Filter, Luftführung und Sicherheitskonzept erneut auf die geänderte Aufgabe abzustimmen.
Ihr Partner für industrielle Absauglösungen
EVOTEC entwickelt Absauganlagen und Industriesauger für industrielle Anwendungen und realisiert neben seriennahen Geräten auch anwendungsspezifische Sonderlösungen. Unsere Systeme sind auf Prozesssicherheit, Langlebigkeit und individuelle Anforderungen ausgelegt.
Inbetriebnahme
Wartung
Welche Laserrauch-Absaugung passt zu Ihrem Prozess?
Teilen Sie uns Werkstoff und Beschichtung, Laserprozess, Betriebsdauer sowie die geplante Erfassung mit. EVOTEC unterstützt Sie bei der Auswahl von Filtertechnik, Luftleistung und Maschinenanbindung.
Robin Buschbaum
Vertrieb D/A/CH
Spezialist für Absaugtechnik
vertrieb@evo-products.de
02642 9373-53
Lars Blankenburg
Vertrieb
lars.blankenburg@evo-products.de
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Asim Zaman-Pahlke
Vertrieb Export
export@evo-products.de
02642/9373-15